Grenzen überwinden
07/2026: Zwischen Vetropack Gostomel in der Ukraine und Vetropack Chișinău in der Republik Moldau entsteht derzeit eine neue Form der Zusammenarbeit: Produktionsprozesse werden abgestimmt, Portfolios gemeinsam weiterentwickelt und Märkte standortübergreifend betreut. Was beide Werke verbindet, geht dabei weit über operative Abläufe hinaus – im Mittelpunkt stehen gemeinsame Lösungen, gegenseitiges Vertrauen und die Menschen hinter den Projekten.
Aus einer Herausforderung wird ein gemeinsamer Weg
Was als Reaktion auf äussere Herausforderungen begann, hat sich zu einem neuen Modell der Zusammenarbeit entwickelt. Heute arbeiten Hostomel (Ukraine) und Chișinău (Republik Moldau) zunehmend als abgestimmtes Team über zwei Standorte. Teile des moldauischen Portfolios werden im ukrainischen Werk produziert, Produktionszyklen wurden aufeinander abgestimmt und Logistikabläufe neu organisiert. Innerhalb kurzer Zeit adaptierte das Team in Hostomel moldauische Formensätze für die ukrainischen Produktionsabläufe. Gleichzeitig entwickeln beide Standorte das Portfolio weiter und erschliessen neue Märkte: Rumänien etwa soll künftig von beiden Werken aus beliefert werden.
Besonders deutlich zeigt sich die neue Zusammenarbeit im täglichen Austausch zwischen den Teams. Produktionskapazitäten und Lieferketten werden heute standortübergreifend geplant. „Wir stimmen Abläufe ab, entwickeln gemeinsam das Portfolio und suchen nach den effektivsten Lösungen für beide Standorte“, erklärt Serhii Kazhan, Head of Supply Chain Vetropack Gostomel.
Für Chișinău bedeutet die neue Struktur vor allem mehr Kapazitäten: „Sie ermöglicht uns eine Erweiterung unseres Portfolios und grössere verfügbare Mengen“, ergänzt Oleg Garstea, Head of Sales bei Vetropack Chișinău. Gleichzeitig erfordert das Zusammenarbeitsmodell neue Ansätze in Vertrieb und Planung – etwa bei der Abstimmung zwischen lokalen Märkten und Exportgeschäft.
Prozesse, die mitwachsen
Auch auf der Planungsebene hat die Kooperation spürbaren Einfluss: „Wir haben unsere Prozesse überarbeitet und wirtschaftliche Kriterien stärker in die Planung integriert, um die Kapazitäten beider Werke gezielt zu nutzen und gleichzeitig flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können“, sagt Serhii Kazhan.
Viele Abläufe werden derzeit noch weiterentwickelt, wofür Teams aus Vertrieb, Produktion, Planung und Logistik in engem Austausch stehen. Gerade dieser enge Dialog macht die Zusammenarbeit für viele Mitarbeitende besonders wertvoll. Schritt für Schritt entsteht so ein Modell, das über Werksgrenzen hinausgeht und beide Standorte enger miteinander verbindet. Hostomel und Chișinău bündeln Kompetenzen und teilen ihr Wissen für gemeinsame zukunftsfähige Lösungen.
«Dieser Ansatz schafft Flexibilität und stärkt die langfristige Widerstandsfähigkeit beider Standorte.»
Mehr lesen

