10/2025: Vom „Marktstandl“ in die Welt: Die hochwertigen und nachhaltig produzierten Spezialitäten von Staud’s Wien sind längst weit über Österreichs Grenzen hinaus bekannt – bis hin zu Hotels in New York und japanischen Delikatessgeschäften. Ausgeliefert werden sie seit Jahrzehnten im charakteristischen achteckigen Glas von Vetropack – auch die Verpackung hat sich über die Jahre stetig weiterentwickelt.

1971
Gründungsjahr
230
verschiedene Produkte
6
Mio. Glasbehälter pro Jahr

Der Erfolg der Marke Staud’s Wien ist untrennbar mit dem Namen des Gründers Hans Staud verbunden: Der junge Diplomkaufmann gründete sein Unternehmen 1971 und ging von Beginn an eigene und durchaus auch ungewöhnliche Wege. So legte er schon damals besonderen Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und ein soziales Miteinander. Um Gastarbeiter aus dem damaligen Jugoslawien besser integrieren zu können, lernte Hans Staud Serbokroatisch. Für seine unternehmerischen Verdienste bekam er unter anderem den Integrationspreis, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich oder auch den Goldenen Rathausmann der Stadt Wien. Von Beginn an war der frisch gebackene Absolvent der Universtität für Welthandel exportorientiert und zeigte Präsenz auf Messen, unter anderem auf der Fancy Food Show in Los Angeles. Berühmt ist sein Auftritt auf der Lebensmittelmesse Anuga in Köln, wo Staud, auf einem Bösendorfer Klavier spielend, ein Duett mit der bekannten Wiener Violinistin Barbara Helfgott gab. Aber auch technologisch war Staud Vorreiter: So ersetzte er in der Marmeladenproduktion den offenen Kochtopf durch einen Vakuumkochkessel, den er bei einem Wiener Medizintechnikhersteller massgeschneidert produzieren lies – die Temperatur für die Zubereitung konnte damit von 100°C auf schonende 80°C gesenkt werden. Heute ist Staud’s Wien ein klassischen KMU mit 50 Mitarbeitenden und einer Exportquote von circa 30 Prozent. 

Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit kontinuierlich vereint

„Die Wiener kennen uns vor allem durch den Pavillon“, sagt Stefan Schauer, seit 1991 bei Staud’s und seit 2015 als Geschäftsführer federführend. Das Ladengeschäft auf dem Brunnenmarkt im Wiener Stadtbezirk Ottakring geht zurück auf einen Marktstand für Obst und Gemüse aus dem Jahr 1883, als Kaiser Franz Joseph noch die Österreichisch-Ungarische Monarchie regierte. Erhältlich ist dort das gesamte Sortiment von Staud’s Wien – das heisst mehr als 230 süsse und feinsaure Produkte – plus Spezialitäten ausgewählter Partnerbetriebe. „Langfristige und respektvolle Partnerschaften stehen bei uns an der Tagesordnung – vor allem auch mit unseren landwirtschaftlichen Produzenten. Wichtig ist, bei den Konsumenten die Wertschätzung für gute Lebensmittel zu erhalten beziehungsweise zu fördern. Die Menschen geben heute im Durchschnitt weniger als 10 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus – vor ein paar Jahren waren es noch etwa 14 bis 15 Prozent“, so Schauer weiter.

Ein Beispiel für die gelebte Kontinuität bei Staud’s ist auch die Partnerschaft mit Vetropack. Der Glasverpackungshersteller mit zwei Standorten in Österreich liefert als Alleinlieferant pro Jahr etwa 6 Mio. Gebinde an Staud’s – vor allem das bekannte Achteckglas in acht verschiedenen Grössen. Die Inspiration entstand in einer Cocktailbar, wo Hans Staud die Getränke in einem eleganten achteckigen Glas serviert wurden. Vetropack setzte diese Idee erfolgreich um und produziert seither exklusiv für Staud‘s. Seit Einführung des ikonischen Glases mit dem schwarzen Verschluss Ende der 80er Jahre hat sich die Verpackung stetig weiterentwickelt.

«Glas als Verpackung war uns von Beginn an wichtig, um unser Engagement für Nachhaltigkeit zu unterstreichen. Es wird zu 100 Prozent recycelt, schützt den wertvollen Inhalt perfekt und macht ihn auf attraktive Weise sichtbar.»
Stefan Schauer, Geschäftsführer, Staud's

Elisabeth Eckmayr, Produktmanagerin bei Vetropack, betreut den Kunden Staud’s seit über 20 Jahren – auch das ist eine jener langjährigen Beziehungen der Wiener, die von Wertschätzung und Kontinuität geprägt sind: „Die Gläser für Staud’s – insgesamt 16 verschiedene Produkte – werden laufend modernisiert, was Design und Gewichtsoptimierung angeht. Zuletzt wurde beispielsweise im Zuge einer Formennachbestellung auch das Gewicht eines der Achteckgläser um acht Prozent reduziert. Dies konnte unter anderem durch eine Optimierung im Verlauf des Etikettenfeldes angepasst werden.“ Jedes Gramm Glas weniger spart CO2 über die gesamte Lieferkette ein und trägt so zu mehr Nachhaltigkeit bei – ein Thema, das Staud’s von jeher sehr wichtig ist, wie Schauer betont: „Wir versuchen so viel wie möglich regional einzukaufen, die Zutaten natürlich, aber eben auch im Bereich Verpackung. Vetropack ist der ideale Partner für uns und wir haben grosses Vertrauen, was Nachhaltigkeit, aber auch Innovation angeht. Und wir sind froh, mit Vetropack einen so kompetenten und flexiblen Partner zu haben, der unsere Vorhaben und Spontaneitäten auch mitträgt. Das Timing und die Abstimmung sind sehr gut und über die Jahre ist in der persönlichen Zusammenarbeit einfach sehr viel gewachsen.“

Frische Ideen vom Inhalt übers Marketing bis zur Verpackung

Zum 50-jährigen Jubiläum von Staud’s Wien wurde 2021 die Produktreihe „Oma Staud“ lanciert, die traditionelle Marmeladenrezepte in mittlerweile 14 verschiedenen Variationen enthält. Ganz nach dem Motto: Sorten wie damals für Leute von heute. Mit von der Partie: ein klassisches Rundglas von Vetropack, das die ‚neuen alten‘ Rezepturen perfekt zur Geltung bringt. 

Immer wieder wartet Staud’s mit frischen Ideen auf, zum Beispiel aufwendig produziertem Bio-Honig (seit 2019) oder der Linie „Die Avantgarde der Marmelade“, die rein mit der Süsse aus Äpfeln gesüsst wird – inklusive kurzen Gedichten auf dem Etikett (seit 2025). Denn auch im Marketing geht Staud’s Wien gern andere Wege, brachte bereits Nestroy-Sprüche und Figuren auf das Etikett oder präsentierte am Verschluss – in Zusammenarbeit mit Wien Tourismus – die Sehenswürdigkeiten der Stadt. So wird immer auch ein Stück Wiener Lebensart mittransportiert und wird so zum internationalen Genuss- und Kulturbotschafter.  

Der Staud’s Adventkalender

Eine echte Institution ist auch der Staud’s Adventkalender: 24 Portionsgläser à 37 Gramm sorgen mit ausgewählten Produkten für Freude in der Vorweihnachtszeit. Die Planungen zusammen mit Vetropack beginnen bereits im Frühjahr. Der Erlös des auch online erhältlichen, aber schnell vergriffenen Sammlerstückes kommt zum Teil karitativen Organisationen zugute. Die kreative Upcycling-Idee aus dem letzten Jahr: Aus dem Adventkalender eine einzigartige Stehlampe basteln! Wir dürfen gespannt sein, mit welchen Ideen Staud’s Wien auch in Zukunft überraschen wird!