06/2025: Verpackt, verbessert, verlässlich: Der italienische Lebensmittelkonzern Barilla hat hohe Anforderungen an Qualität und Service seiner Lieferanten und strebt nach kontinuierlicher Verbesserung – vor allem im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Mit Vetropack arbeitet Barilla seit Jahren erfolgreich zusammen. Gemeinsam arbeiten sie daran, Glasverpackungen leichter zu machen und den Anteil an recyceltem Glas zu erhöhen.

1877
gegründet
30
Produktionsstandorte
10%
Gewichtsreduktion

Nudeln, Brote, Snacks: Barilla zählt ohne Frage zu den bekanntesten Lebensmittelmarken weltweit und ist Weltmarktführer im Pasta-Segment. Das Unternehmen mit Sitz im italienischen Parma blickt auf eine über 140 jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde das Unternehmen 1877 von Pietro Barilla senior, der mit einer kleinen Bäckerei für Brot und Pasta den Grundstein legte. Trotz anfänglicher Rückschläge gelang es der Familie, das Unternehmen neu aufzubauen. Bereits 1910 setzte Barilla auf industrielle Produktion und errichtete eine Fabrik, die täglich rund 80 Doppelzentner Pasta herstellte – ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur modernen Lebensmittelindustrie.

In den Jahren danach entwickelte sich Barilla zu einem Vorreiter in Sachen Produktqualität, Markenbildung und Innovation. Unter der Führung von Pietro Barilla (1913–1993) rückten Werbekampagnen, Verpackungsdesign und effiziente Produktionsprozesse in den Fokus. Das ermöglichte nicht nur eine starke Marktposition in Italien, sondern auch die erfolgreiche Expansion in andere europäische Länder. Heute ist Barilla mit über 9000 Mitarbeitenden, 30 Produktionsstandorten weltweit und einer Vielzahl etablierter Marken – darunter Mulino Bianco, Wasa und Voiello – auf der ganzen Welt präsent. Projekte wie die 2004 gegründete «Academia Barilla» und das «Barilla Center for Food & Nutrition» von 2009 unterstreichen das Engagement für nachhaltige Ernährungs- und Verpackungslösungen.

Weniger Material, mehr Qualität

Die Barilla-Philosophie setzt auf den folgenden Sinn und Zweck: «the joy of food for a better life». Keine Kompromisse bei der Qualität einzugehen und den Verbraucher umfassend zu schützen – das zählt zu den zentralen Werten von Barilla. Was das in der Praxis bedeutet, erläutert Guglielmo Bozano, seit 1997 im Unternehmen und seit 2000 im Verpackungseinkauf: «Wir wählen Materialien sehr sorgfältig aus und reduzieren Verpackungsmaterialien – von Karton über Kunststoff bis Glas – auf das absolut Notwendige. So schonen wir wertvolle Ressourcen und verpacken weiterhin hochwertige Lebensmittel in hochwertigen Verpackungen. Dabei suchen wir immer nach Innovationen und weiteren Verbesserungsmöglichkeiten.»

Glasverpackungen kommen vor allem für Pesto-Sorten und Saucen zum Einsatz – auch hier zielt Barilla auf kontinuierliche Verbesserung. Die Partnerschaft mit Vetropack spielt dabei eine wichtige Rolle. Beide Unternehmen arbeiteten bereits zusammen, als Bozano mit dem Einkauf von Glas begann. «Unsere Anforderungen an Qualität und Service sind hoch. Und wir erwarten, dass unsere Partner uns bei der Entwicklung neuer Verpackungen kompetent begleiten», sagt er.

«Vetropack war immer ein guter Partner.»
Guglielmo Bozano, Barilla

Bei der Optimierung von Glasverpackungen sieht Bozano vor allem zwei Aspekte: Materialeinsparung und ein höherer Anteil an recyceltem Glas. «Wenn wir ein neues Glas entwickeln, versuchen wir zuerst, mögliche Probleme zu vermeiden. Mit der Erfahrung, die Lieferanten und unsere eigenen Teams sammeln, lassen sich dann gezielte Optimierungen umsetzen. Bei dem 400-Gramm-Glas für Saucen haben wir nach etwa fünf Jahren eine einfache Gewichtsreduktion von zehn Prozent erzielt. Das war 2016/17.» 

Ein weiteres erfolgreiches Projekt war die Entwicklung eines 525-Gramm-Glases – ebenfalls mit Vetropack. «Von Anfang an hatte Vetropack die richtige Form gefunden. Das Glas hat weder Schwachstellen noch Bruchprobleme gezeigt. Damit hat Vetropack seine Kompetenz unter Beweis gestellt», erklärt Bozano. Besonders schätzt er die kulturelle Nähe beider Unternehmen: «Als Familienunternehmen haben wir die gleiche Herangehensweise. Entscheidend sind für mich Offenheit und Zusammenarbeit auf Augenhöhe – das funktioniert mit Vetropack reibungslos.»

Recyceltes Glas als Verpackung der Zukunft

Künftig will Barilla den Fokus darauf legen, den Anteil von recyceltem Glas zu erhöhen. «Anfangs hatten wir nur klassisches, transparentes Glas im Einsatz. Beim Besuch eines Lieferanten sind mir dann Gläser mit einer leichten Tönung aufgefallen. Das hat meine Neugier geweckt. Nach gründlichen Untersuchen und in Zusammenarbeit mit dem Marketing wurden uns die Vorteile deutlich. Wir arbeiten heute weiter daran. Ich war seit je davon überzeugt, dass die Zukunft in der Verwendung von immer mehr recyceltem Glas liegt», sagt Bozano.

Barilla setzt weiter auf Wachstum

Im aktuellen Marktumfeld sieht Barilla sich grossem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Unternehmensstrategie umfasst klare Ziele für jeden Geschäftsbereich für die kommenden drei bis zehn Jahre; der Schwerpunkt liegt auf Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung. Bei Saucen und Pestos bleibt die Expansion in neue Märkte vorrangiges Ziel. 

Zugleich steigen die Anforderungen an Lieferketten und Nachhaltigkeit. Barilla hat konkrete Initiativen gestartet, um die Produktion zunehmend nachhaltiger zu gestalten. In den letzten drei Jahren hat das Unternehmen die Leistungseiner Fotovoltaikanlagen an den italienischen Produktionsstandorten zur Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien verdreifacht – und plant, diese Kapazität bis 2026 erneut zu verdreifachen. Die Reduktion von Emissionen, die Steigerung der Energieeffizienz sowie die grössere Unabhängigkeit der Produktion sind nur einige der Verpflichtungen, die Barilla eingegangen ist. Diese Massnahmen sind Teil des umfassenden Nachhaltigkeitsplans im Rahmen der Science- Based Targets initiative (SBTi). 

Nachhaltigkeit steht im Zentrum der Unternehmensstrategie von Barilla, die gleichzeitig auf weiteres Wachstum ausgerichtet ist. Um dieses Wachstum zu fördern, könnte die erfolgreiche Partnerschaft mit Vetropack künftig weiter ausgebaut werden.