Kitl
02/2026: Nicht nur dank seiner Frucht- und Kräutersirupe, sondern auch dank seiner Kräuterweine, Met- und Mineralwasser feiert das nordböhmische Unternehmen Kitl s.r.o. aus Jablonec (CZ) einen Erfolg nach dem anderen. Im Jahr 2025 hat das Unternehmen erstmals die Schwelle von einer Million ausgelieferten Flaschen seiner beliebten Sirupe überschritten.

Die Zusammenarbeit zwischen Kitl und Vetropack begann vor mehr als fünfzehn Jahren und war anfangs ein glücklicher Zufall. Kitl war auf der Suche nach einer Standardglasflasche, die elegant genug für ein Premiumprodukt sein sollte, sich aber auch für den täglichen Gebrauch eignen würde. Vetropack hatte genau eine solche Flasche im Portfolio, die zudem direkt in der Tschechischen Republik hergestellt wurde – der Start einer starken und langfristigen Partnerschaft.
Schon früh fühlte Honza Vokurka das Unternehmertum in sich. Als Manager eines multinationalen Lebensmittelkonzerns sehr erfolgreich, suchte er unter anderem in Asien nach Inspiration für ein kreatives Produkt, das er daheim in der Tschechischen Republik in Eigenregie vermarkten könnte. Die erste Idee mit dem bezaubernden Namen „Šláftruňk“ war ein spezieller Gewürzwein, der tatsächlich beim Einschlafen helfen sollte. Obwohl das Produkt sogar offiziell als Nahrungsergänzungsmittel registriert war, blieb das Marktpotenzial begrenzt. Nach und nach entwickelte sich von dort aus die Idee, hochwertige Sirupe herzustellen, zum Beispiel den auch in Tschechien sehr beliebten Holundersirup. Das Konzept, damit hausgemachte Limonaden und Cocktails zu kreieren, wurde nicht zuletzt von Restaurants landesweit begeistert aufgegriffen.
Ein Name war zu diesem Zeitpunkt längst gefunden: Kitl (tschechische Schreibweise) verweist auf den in der Region berühmten Doktor Kittel – eigentlich Johann Josef Antonius Eleazar Kittel (1704-1783) – einen schillernden Heiler und Arzt, der auch „Faust Nordböhmens“ genannt wurde. Unternehmensgründer Vokurka erzählt: „Seine Geschichte hat mich wirklich begeistert, und ich konnte kaum glauben, dass er so gut wie vergessen war.“ Das Haus Kittels, genannt „Burk“, liegt unweit von Jablonec im Dorf Krásná. Vokurka erwarb das verfallene Anwesen bereits 2010, also noch in den Anfängen von Kitl, restaurierte es nach und nach und richtete auf dem Gelände das Kittel-Museum ein, das bis heute Besucher der Region anlockt. Ausserdem wurde ein Lehrpfad angelegt und es werden regelmässig Spenden gesammelt, zuletzt 2024 für die Wiederherstellung der heiligen Treppe in der Dorfkirche von Krásná.
All diese Aktivitäten spiegeln die tiefere Philosophie von Kitl wider: Ehrlichkeit, Qualität und Ethik – nicht nur in der Produktion, sondern auch im Umgang mit Menschen und der Region. Jan Vokurka sagt oft: „Gott steckt im Detail.“ Und genau diese Details prägen die Herangehensweise von Kitl an Produktion und Partnerschaften. Von der Weigerung, Kompromisse bei der Qualität einzugehen, über den Respekt gegenüber Lieferanten bis hin zu ethischem Verhalten: Diese konsequente Handschrift ist auch in der Zusammenarbeit mit Vetropack deutlich sichtbar.
Beste Qualität dank natürlicher Zutaten und traditioneller Herstellung
Kitl ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden. Der Umsatz stieg 2025 um 18 Prozent auf CZK 165 Mio. (ca. 5,7 Mio. Euro). Das Sortiment „Syrob“, das den Löwenanteil der Produktion ausmacht, umfasst inzwischen zwölf Frucht- und drei Kräutersirupe – zum Beispiel Grapefruit, Ingwer und Mango – plus regelmässige limitierte Editionen. Vertrieben wird die „Gesundheit in der Flasche“ von Kitl in grossen und kleinen Geschäften, über Hotels, Restaurants und Caterer sowie in Reformhäusern und Spezialläden – und das nicht nur in Tschechien, sondern auch in Deutschland, der Slowakei, Irland und bis nach Australien.
Der Sirup wird kalt (und damit schonend) in riesigen Tanks hergestellt, die mehrere tausend Liter fassen. Kitl legt grossen Wert auf Qualität und Transparenz, was Zutaten, Lieferketten und Prozesse betrifft. Verwendet werden ausschliesslich natürliche Zutaten und keinerlei Zusatzstoffe. Abkürzungen und Kosteneinsparungen – zum Beispiel durch in der Lebensmittelindustrie gängige Ersatzprodukte – sind absolut ausgeschlossen. Auch der Glasverpackung von Vetropack kommt eine besondere Rolle zu: Sie schützt und bewahrt nicht nur den Sirup bestens – anders als Materialien reagiert Glas nicht mit dem Inhalt und lässt so gut wie keinen Austausch mit der Umgebung zu – sondert fungiert auch als Markenbotschafter, wie Vokurka betont:

«Glas als Verpackungsmaterial ist absolut entscheidend für uns. Es symbolisiert unsere verantwortungsbewusste und nachhaltige Arbeitsweise und steht für unseren täglichen Einsatz für Qualität. Alle Getränke mit Anspruch werden weltweit in Glas verpackt – etwas Besseres gibt es einfach nicht.»
Obwohl Kitl auf Tradition setzt, stützt sich das Unternehmen bei der Produktion auf moderne Technologien. Um auch bei steigender Produktion eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, robotisiert und digitalisiert das Unternehmen seine Abläufe in erheblichem Masse. Monotone oder körperlich anstrengende Aufgaben werden durch neue Roboterkomponenten ersetzt, sodass sich die Mitarbeiter auf Tätigkeiten mit höherer Wertschöpfung konzentrieren können. Kitl verbindet somit traditionelle Handwerkskunst mit moderner Technologie – eine Kombination, die Qualität und langfristige Nachhaltigkeit gewährleistet.
Unverwechselbar: funktionale Glasflasche mit besonderem Etikett
Die 500-ml-Flasche war ursprünglich für Öl und Weinessig gedacht und ist sowohl mit Schraub- als auch mit Korkverschluss verfügbar. Für die Sirupe von Kitl fiel die Wahl auf den Schraubverschluss, der es erlaubt, einen Ausgiesser zu integrieren, der Verschütten verhindert und den Flaschenhals sauber hält. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Glasgebinde von Vetropack in Mischfarbe hergestellt werden, das aus mindestens zwei Dritteln Altglas besteht: Sie werden während eines Farbwechsels in der Schmelzwanne produziert und weisen deshalb Abweichungen in der Färbung auf – bei Kitl sind es unterschiedliche Grüntöne. „Das ist jedoch kein Problem, da wir ein Etikett verwenden, das die Flaschen fast vollständig bedeckt. Die Idee kommt daher, dass die Leute früher Sirupflaschen im Keller in Papier gewickelt haben, um schädlichen Lichteinfall zu vermeiden. Wir haben sogar die Lebensgeschichte von Doktor Kittel auf dem Etikett – leider liest sie kaum jemand“, erzählt Vokurka lächelnd.
Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht abzusehen
Kitl hält aktuell den Titel des ‚Unternehmens des Jahres der Region Liberec‘ und ist 2025 erneut deutlich zweistellig gewachsen – erstmals wurden über eine Million Sirupflaschen produziert! „Liefertreue, Qualität und Wertorientierung sind uns bei der Verpackung sehr wichtig – und wir freuen uns, gemeinsam mit Vetropack in eine erfolgreiche Zukunft zu blicken!“
Eine grosse Herausforderung hat Kitl nämlich schon hinter sich: 2018 erwarb man, um sich ein zweites Standbein aufzubauen, das stark verfallene Gelände der ehemaligen Mineralwasserfabrik Vratislavická Kyselka (dt. „Maffersdorfer Sauerbrunn“), und verlegte gleich die gesamte Produktion an diesen Standort. Trotz Coronakrise gelang es Vokurka und seinem Team, sowohl die Mineralquellen zu restaurieren als auch Produktion und Vertrieb des Mineralwassers wiederzubeleben. „Unser grosses Glück war, dass wir zu der Zeit, als alle Geschäfte geschlossen waren, bereits über einen mehrsprachigen Onlinevertrieb und einen grossen Kundenstamm für Sirupe & Co. verfügten“, blickt er zurück. Die Arbeiten auf dem Gelände – Bad Maffersdorf war bis zum Ersten Weltkrieg ein berühmter Kurort mit Schloss, Thermen und Spas – dauern bis heute an.


