Von 120 auf 30: Optimierte Logistikprozesse
08/2024: Ein überfüllter Verladeort, bis zu fünf Stunden Wartezeit für LKW und Staplerfahrer, die in Peakzeiten nicht mehr wissen, wo sie anfangen sollen. Das war die Ausgangslage, mit der das Team rund um Werner Schaumberger und Falk Bussler 2018 konfrontiert war.
Eine Ausgangslage, die in mehreren Aspekten ein Problem darstellt: nämlich in puncto Wirtschaftlichkeit, Belastbarkeit und Effizienz sowohl für Vetropack als auch unsere Transportunternehmer, hinsichtlich der Arbeitssicherheit für unsere Staplerfahrer, aber auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und CO2-Ausstoss in Verbindung mit Standzeiten von LKW. Das Tool Elogate gibt es in der Logistik bei Vetropack schon länger und es hat einige spannende Funktionen wie zum Beispiel das Time-Window-Management (TWM). Doch was heisst das konkret? Speditionen erhalten vom Disponenten einen Transportauftrag mit dem Vermerk, dass ein Verladezeitfenster zu buchen ist, und wissen, dass sie zu Vetropack müssen.
Die LKW haben in der aktuell laufenden Phase 1 ein Zeitfenster von 2,5 Stunden, das sie treffen sollten. Wenn sie dann innerhalb dieser Zeit in Pöchlarn ankommen und im Versandbüro angemeldet werden, sehen die Staplerfahrer das in ihrem Tablet und können jene LKW entsprechend bedienen und bevorzugt behandeln. Das bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten, sondern auch ökologische.
Zudem wurde ein Monitoring für den Standort Pöchlarn entworfen und eingeführt, um die jeweiligen Speditionen auf die TWM-Performance aufmerksam zu machen. Auf Basis dieses Monitors wurde ein monatliches Reporting erstellt. Man hat die Möglichkeit geschaffen, die Speditionen zu informieren, wie die Zeitfenster gebucht und zeitlich getroffen wurden. In Zusammenkünften mit Speditionen hat man verschiedene Verbesserungsstrategien erarbeitet. Denn damit die Funktionen eines Tools auch wirklich ausgeschöpft werden können, müssen alle Anspruchsgruppen zusammenarbeiten.
Nur kurze Zeit später war der Erfolg der Massnahmen nachweisbar: Die Verladezeiten konnten durch das Zusammenspiel des Systems und dank eines funktionierenden Teams von durchschnittlich 2 Stunden auf 30 Minuten gesenkt werden. Das hat nicht nur den Effekt der kürzeren Durchlaufzeit, sondern bringt folgende positive Nebeneffekte mit sich:
- Ausgleichen eines Tagespeaks an Verladungen und dadurch Entlastung der Staplerfahrer (Arbeitssicherheit) und der Mitarbeiter im Versandbüro
- Optimierter Personaleinsatz
- Weniger Standkosten beim LKW
- Gesteigerte Produktivität sowohl bei Vetropack als auch bei den Kunden
- Reduzierte CO2-Emissionen durch verringerte Standzeiten
Diese Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte für die Branche. Gemeinsam mit dem Systembetreiber konnte das Team aus Pöchlarn schon andere Unternehmen dabei unterstützen, ihre Logistikprozesse entsprechend zu überarbeiten.
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