PMKK
04/2026: Gezuckerte Kondensmilch ist in der ukrainischen Gastronomie mehr als nur eine Zutat: sie ist der Geschmack der Kindheit und ein fester Bestandteil der nationalen Küche. Die universelle Süssigkeit ist Teil traditioneller Rezepte und sogar der gehobenen Küche: vom klassischen britischen Banoffee-Kuchen über französische Profiteroles und vietnamesischen Kaffee bis zur Ernährung der ersten Raumfahrer.

Im Milchkonservenkombinat Perwomajsk (PMKK) werden täglich rund 300 Tonnen Rohmilch verarbeitet: 96 Prozent des Sortiments entfallen auf gezuckerte Kondensmilch, davon ein Drittel auf die legendäre karamellisierte „Iryska“. Das cremige Karamelldessert wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2025 mit der Goldmedaille des internationalen Verkostungswettbewerbs „Favorit Food & Drinks Ukraine“ (FFDU). Das Werk von PMKK, das im Februar 1956 mit einer Jahreskapazität von 20 Millionen Dosen in Betrieb genommen wurde, gehört heute zu den drei führenden Milchverarbeitungsbetrieben der Ukraine. Seit über zehn Jahren exportiert das Unternehmen in mehr als 15 Länder, seit 2023 auch in die EU. Die Produktion erfüllt die Standards ISO 9001, ISO 22000 und HALAL und folgt den Grundprinzipien höchste Qualität und Natürlichkeit.
Eine klassische Rezeptur
„Für unsere ‚Iryska‘ verwenden wir ausschliesslich ausgewählte Milch und Zucker nach klassischer Rezeptur – ohne unnötige Zusätze“, erklärt Oleksandr Bazhan, General Manager von PMKK. Aus einem Liter Milch entstehen etwa 400 Gramm gezuckerte Kondensmilch. In Vakuumverdampfern wird die Milch bei 60–85°C langsam eingedickt: Das Wasser verdampft und Milchprotein bleibt erhalten, sodass die Milch ihr natürliches Aroma bewahrt. Beim Abkühlen kristallisiert die Laktose und sorgt für die glatte, gleichmässige Textur, die Kondensmilch so cremig und stabil macht. Dieses Verfahren, das bereits 1856 patentiert wurde, hat sich seither kaum verändert.
Der nächste Schritt verwandelt die Kondensmilch in die beliebte „Iryska“ – die Karamellisierung. Die klassische gezuckerte Kondensmilch wird in Behälter abgefüllt und in Autoklaven erhitzt. Dort entstehen unter kontrollierten Bedingungen der typische Karamellgeschmack, die homogene Konsistenz und die goldene Farbe. Die Rohstoffe stammen von geprüften Bauernhöfen der Region Mykolajiw. Jede Charge wird streng mikrobiologisch und chemisch kontrolliert.

«Wir wollen genau wissen, woher jeder einzelne Tropfen Milch kommt. Wir stellen nicht nur ein Produkt her – wir bewahren das Vertrauen, das über Jahrzehnte gewachsen ist.»
Doch nicht nur der Geschmack zählt – auch die Verpackung spielt eine entscheidende Rolle. Von Anfang an wurde „Iryska“ in verschiedenen Verpackungen angeboten, doch die beliebteste ist und bleibt das Glas – und das aus gutem Grund. „Glas ist unsere Tradition, denn es bewahrt den natürlichen Geschmack, reagiert nicht mit dem Produkt und ermöglicht den Blick auf Farbe und Textur. Die Transparenz des Glases ist für uns ein Symbol für die Transparenz unserer Produktion“, so der General Manager.
Als es darum ging, die Verpackung zu modernisieren, ohne die gewachsene Identität zu verlieren, wandte sich PMKK an den Glasverpackungshersteller Vetropack, bekannt für seine Philosophie der Nachhaltigkeit und Innovation.
Glas – ein Material, das Vertrauen schafft
Die Zusammenarbeit begann 2023 und entwickelte sich zu einer technischen Herausforderung, bei der es um Millimeter ging – zum Beispiel beim Übergangsradius. Denn „Iryska“ wird nach dem Abfüllen in Gläser noch über eine Stunde bei mehr als 100°C nachgekocht, um den typischen Geschmack und die goldene Farbe zu erzielen. Die Verpackung muss daher thermische Belastungen, den Innendruck bei der Karamellisierung sowie die nachfolgenden logistischen Prozesse überstehen. Das Glas muss also gleichzeitig robust genug für die Autoklavierung und leicht genug für moderne Nachhaltigkeitsanforderungen sein.
Die fünfmonatige Entwicklungsarbeit umfasste zahlreiche Simulationen und Tests. Die Ingenieure von Vetropack berechneten den Einfluss von hohem Druck und Zuckerkonzentration auf die Wärmeausdehnung des Produkts während des Kochens in Gläsern. Zudem musste berücksichtigt werden, dass Kondensmilch eine deutlich höhere Dichte als Wasser hat – und damit auch mehr Gewicht.
Am Ende des Entwicklungsprozesses stand ein massgeschneidertes Glas mit 442 ml Volumen, das 470 Gramm des Produkts fasst und dank präziser Berechnungen ausgewogen wirkt – weder überfüllt noch unterfüllt. Der Boden wurde optimiert, um Spannungen beim Erhitzen zu reduzieren. Ausserdem wurden der Übergangsradius angepasst, Riffelung zur Verstärkung hinzugefügt und kritische Zonen stabilisiert. Auch die Ästhetik kam nicht zu kurz: mit klaren Linien, einer prägnanten Silhouette und einer vertieften Etikettenfläche, die vor Transportschäden schützt. Der neue Twist-Off-Deckel garantiert bessere Dichtheit und einfaches Öffnen ohne zusätzliche Belastung des Glasrandes. Nicht zuletzt wurde der Halsdurchmesser an die Breite eines Esslöffels angepasst – nicht nur aus ergonomischen Gründen, sondern in dem Wissen, wie Menschen „Iryska“ tatsächlich geniessen. Das Glas ist jetzt stabiler und wirkt zugleich hochwertiger, was für die EU-Märkte besonders wichtig ist. Die legendäre „Iryska“ im neuen Glas hat bereits zahlreiche internationale Messen erobert, darunter in Paris und Dubai, und dabei bewiesen: Tradition kann modern sein, und Nachhaltigkeit kann köstlich schmecken.


Nachhaltigkeit als Produktionsphilosophie
In einer Welt, in der Verbraucher zunehmend auf Nachhaltigkeit achten, ist Glas das Material, das Vergangenheit und Zukunft von „Iryska“ wirkungsvoll verbindet: authentisch und modern zugleich. Es stärkt das Vertrauen, vermittelt Natürlichkeit besser als jedes Label und bewahrt die Reinheit des Produkts ohne Kompromisse. „Die Erneuerung des Glases mit Unterstützung von Vetropack ist nicht bloss ein Design-Update, sondern steht für eine Transformation unseres Denkens: den Beginn eines innovativen und nachhaltigen Kapitels unserer Geschichte“, fasst Oleksandr Bazhan zusammen.
„Wir wissen, dass die Zukunft Unternehmen gehört, die die Umwelt schützen, ressourcenschonende Technologien einsetzen, ökologische Materialien verwenden und Abfälle reduzieren. Unser Ziel ist es, Produkte herzustellen, auf die man nicht nur heute, sondern auch in Jahrzehnten noch stolz sein kann.“ Das Unternehmen PMKK plant deshalb, sein Sortiment in Glasverpackungen zu erweitern – auch mit neuen Geschmacksrichtungen und Rezepturen, ohne dabei den Grundsatz „ehrliche Zutaten und kompromisslose Qualität“ aufzugeben.


