08/2026: Mit der Vorbereitung von Rezon auf die industrielle Produktion eröffnet Vetropack neue Möglichkeiten für Getränkemarken, die auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Premium-Positionierung setzen.

Es war eine zukunftsweisende Innovation nach jahrzehntelanger Forschung: Im Jahr 2019 brachte Vetropack die weltweit erste thermisch gehärtete Leichtglasflasche auf den Markt. Mit bis zu 30 Prozent weniger Gewicht und gleichzeitig hoher Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer stieß die Flasche schnell auf positive Markresonanz. Seitdem sind mehr als 30 Millionen Flaschen auf den Markt gekommen. Da bereits große Player wie Heineken die Leichtglasflasche einsetzen, hat sich Rezon inzwischen von einer Neuheit zu einer bewährten Marktlösung entwickelt. 

Die Forschung im Bereich Leichtglas reicht fast ein Jahrhundert zurück. Ende der 1930er Jahre begann Emhart, verschiedene Optionen zu testen, die Lebensdauer von Flaschen zu verlängern. Im Jahr 2011 starteten Vetropack und Emhart Glass gemeinsam das Forschungsprojekt „Hard Glass“ in Österreich. Das Ziel war schon früh, gewichtsreduzierte wiederverwendbare braune Bierflaschen zu entwickeln, die für die Massenproduktion geeignet sind. Um dies zu erreichen, suchte man nach Möglichkeiten, den Prozess der Flaschenhärtung direkt in den Produktionsprozess zu integrieren. Vetropack führte dann zu einem späteren Zeitpunkt das Projekt eigenständig weiter und investierte massiv in die Weiterentwicklung und Skalierung der Technologie. „Insgesamt haben wir in 15 Jahren mehr als 20 Millionen Euro investiert“, sagt Armelle Dupont, Commercial and Programme Director. 

Heineken setzt auf Rezon 

Die Investition hat sich ausgezahlt: Im Jahr 2024 wurde die Leichtglasflasche zur Standardlösung der österreichischen Brauwirtschaft. Führende Getränkehersteller reagieren schnell auf die Innovation: Marken wie Gösser, die zu Heineken gehört, und Rieder haben die Flaschen bereits erfolgreich eingeführt. Ihre Akzeptanz zeigt dem europäischen Getränkemarkt, dass leichtes, thermisch gehärtetes Glas für den großflächigen Einsatz bereit ist. Mehrere Auszeichnungen, darunter der WorldStar Award, der Österreichische Staatspreis für Smart Packaging und der Swiss Packaging Award, bestätigen die Leistungsfähigkeit der Technologie. 

Auf der drinktec 2025 präsentierte Vetropack die Technologie unter dem neuen Markennamen Rezon. Der neue Name steht für Fortschritt und verdeutlicht das innovative und nachhaltige Potenzial der Technologie. Derzeit ist Rezon in erster Linie für Mehrwegsysteme konzipiert, doch die Technologie bietet künftig auch Chancen für ausgewählte Einweganwendungen. Durch die Kombination von deutlich geringerem Gewicht mit der hochwertigen Optik und Haptik von Glas eröffnet Rezon neue Möglichkeiten für Getränkemarken, die sich von der Masse abheben und zugleich ihre Nachhaltigkeitsbilanz verbessern möchten. 

Nachhaltigkeit trifft auf Effizienz

Das geringere Gewicht bedeutet nicht nur Materialeinsparungen, sondern reduziert auch die Transportkosten sowie die CO₂-Emissionen. Tests haben gezeigt, dass die thermisch gehärteten Flaschen selbst nach 40 Umläufen eine weit höhere Innendruck- und Stossfestigkeit aufweisen als Standardgebinde. In Verbindung mit dem geringeren Gewicht verringert sich der Ressourcenverbrauch pro Nutzung deutlich. Dadurch profitieren Hersteller gleichzeitig von der verbesserten Nachhaltigkeit als auch ökonomischer Effizienz, indem sie die Total Cost of Ownership (TCO) einer Flasche über den Lebenszyklus hinweg deutlich senken.  

Rezon läutet zudem eine neue Ära der digitalen Vernetzung ein: Mittels eines spezifischen Data-Matrix-Codes kann Vetropack jede Flasche präzise identifizieren und zurückverfolgen, was die Grundlage für eine verbesserte Rückverfolgbarkeit, datengesteuerte Optimierung und zukünftige Kreislaufverpackungssysteme schafft.

Die Serienproduktion rückt näher

Mit der Einführung der Marke Rezon hat Vetropack ein neues Kapitel in der Geschichte des Leichtglases aufgeschlagen. Die Vorbereitungen für die Serienproduktion in Pöchlarn laufen derzeit auf Hochtouren. Die neue Rezon-Produktionslinie befindet sich derzeit in der Anlaufphase, während die Infrastruktur für die industrielle Skalierung bereits seit März 2025 aufgebaut wird. „Wir erwarten in den nächsten zwei Jahren ein deutliches Marktwachstum“, sagt Armelle Dupont. „Die Dynamik am Markt nimmt deutlich zu.“ Für Early Adopters ist dies eine Gelegenheit, die nächste Generation von Glasverpackungen mitzugestalten, bevor der breitere Markt aufholt. 

«Wir erwarten in den nächsten zwei Jahren ein deutliches Marktwachstum.»
Armelle Dupont, Commercial and Programme Director bei Vetropack

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