07/2026: Zuerst fallen in Boffalora sopra Ticino die Dächer ins Auge. Reihen von Photovoltaikmodulen erstrecken sich nun über das Gelände – ein sichtbares Zeichen dafür, dass Nachhaltigkeit bei Vetropack gelebter Alltag ist. Mehr als 20.000 Photovoltaikmodule werden künftig erneuerbaren Strom für den Betrieb des Standorts erzeugen. Damit erreicht das Unternehmen einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zur Dekarbonisierung.

Im Vetropack-Werk in Boffalora sopra Ticino wird Nachhaltigkeit immer sichtbarer – im wahrsten Sinne des Wortes auf den Dächern. Die neu installierte Photovoltaikanlage erstreckt sich über rund 75.000 Quadratmeter und damit über eine Fläche von etwa zehn Fussballfeldern. Mit einer installierten Leistung von 8,824 MWp und einer geschätzten Jahresleistung von 10,6 GWh erzeugt die Anlage genug Energie, um den durchschnittlichen Bedarf von rund 4.200 Haushalten zu decken. Der erzeugte Strom wird vollständig vor Ort genutzt. Das senkt die Emissionen beträchtlich und unterstützt Vetropack bei der Umsetzung seiner Dekarbonisierungsziele.

Energie für die Zukunft

Strom aus erneuerbaren Quellen gewinnt für eine zukunftsorientierte Glasproduktion zunehmend an Bedeutung. Das Projekt ist Teil der Strategie von Vetropack, den Anteil erneuerbarer Energien in allen Betriebsbereichen schrittweise zu erhöhen. Ähnliche Investitionen wurden bereits an den Standorten in Österreich und Kroatien umgesetzt. 

Nachhaltigkeit mit System 

Die Investition in die Photovoltaikinitiative trägt zur Klimastrategie von Vetropack bei, die bis 2032 eine Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 50,4 Prozent (im Vergleich zu 2021) sowie eine Senkung der Scope-3-Emissionen um 30 Prozent vorsieht. Während sich Scope 1 und 2 in erster Linie auf die Produktion und den Energieverbrauch beziehen, umfasst Scope 3 indirekte Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

Nachhaltigkeit spielte bei der Planung des Werks in Boffalora sopra Ticino von Anfang an eine wichtige Rolle. Die Photovoltaikanlage ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts, das intelligente Technologien, die Rückgewinnung von Prozesswasser sowie die Nutzung von Abwärme umfasst. So entstand ein Produktionsstandort, der hohe Produktionseffizienz mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verbindet. 

“Ein natürlicher nächster Schritt” 

Für Riccardo Gobbis, Managing Director der Vetropack Italia, ist die neue Photovoltaikanlage daher weit mehr als ein Einzelvorhaben.

Was bedeutet die Investition für Vetropack Italia strategisch?

Gobbis: Die Photovoltaikanlage ist der nächste konsequente Schritt für das Werk in Boffalora sopra Ticino, das von Beginn an auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ausgelegt wurde. Sie ergänzt und stärkt ein Produktionsmodell, das darauf abzielt, die Umweltbelastung schrittweise zu reduzieren und zugleich hohe Produktionsstandards aufrechtzuerhalten.

Inwiefern stärkt dieses Projekt die Position von Vetropack als Partner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie?

Gobbis: Projekte wie dieses spiegeln auch die steigenden Erwartungen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wider. Glas wird zunehmend als nachhaltiges und sicheres Verpackungsmaterial geschätzt, das den künftigen Umweltanforderungen gut gerecht wird – und uns ist es wichtig, ein zuverlässiger und verantwortungsbewusster Partner zu sein, der Kunden dabei unterstützt, diese ökologischen Herausforderungen zu meistern.

Welche nächsten Schritte plant Vetropack, um weitere Ziele in Richtung Nachhaltigkeit und Energieinnovation zu verfolgen?

Gobbis: Unser Ansatz ist langfristig und klar strukturiert. Wir werden auch künftig in erneuerbare Energiequellen und Technologien investieren, die die Effizienz unserer Produktionsprozesse steigern. Gleichzeitig haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Wertschöpfungskette gemeinsam mit unseren Lieferanten und Kunden weiter zu optimieren und Nachhaltigkeitsaspekte noch stärker in unsere strategischen Entscheidungen einfliessen zu lassen.

In der gesamten Glasindustrie gewinnen Energieeffizienz und erneuerbare Energien zunehmend an Bedeutung – nicht nur zur Reduzierung von Emissionen, sondern auch zur Stärkung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. Projekte wie die Photovoltaikanlage in Boffalora sopra Ticino zeigen, wie gut sich Nachhaltigkeitsinitiativen in moderne Glasproduktionsprozesse integrieren lassen.

«Dieses Werk ist ein zentraler Bestandteil unseres Weges zu mehr Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung. Es handelt sich nicht um eine Einzelmassnahme, sondern um einen Teil einer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie, die im Einklang mit den Science Based Targets steht. Strom aus erneuerbaren Energien ist ein konkreter Hebel, um unsere Emissionen zu senken und ein verantwortungsbewusstes Produktionsmodell aufzubauen.»
Nicolas Lootens, Group Sustainability Manager, Vetropack Group

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