Dr. Guido Stebner übernimmt Vorsitz der Forschungsgemeinschaft IPGR

24.01.2024: Dr. Guido Stebner hat zum Jahresbeginn den Vorsitz der „International Partners in Glass Research“ (IPGR) übernommen. Dr. Stebner ist CTO der Vetropack-Gruppe, ein führender Glasverpackungshersteller in Europa, und übernimmt in der IPGR die Position von Vetropack-CEO Johann Reiter. Die Forschungsgemeinschaft ist bestrebt, die Wettbewerbsfähigkeit von Glas in der Verpackungsindustrie durch Forschungs- und Entwicklungsprogramme sowie durch individuelle Kooperationen zwischen ihren Mitgliedern zu erhöhen. Hierzu werden der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Hochschulen und Behörden gefördert.

«Dazu arbeiten wir mit akademischen Institutionen wie der RWTH Aachen oder der Montanuniversität in Leoben, Behörden wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie anderen, weltweit aktiven Glasherstellern intensiv zusammen.»
Guido Stebner

„Als internationale Forschungsgemeinschaft bündeln wir die vorwettbewerblichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unserer Mitglieder und stellen uns den drängenden Fragen unserer Industrie wie zum Beispiel der Verringerung des CO2-Ausstosses bei der Erzeugung unserer Produkte“, erklärt der neue IPGR-Vorsitzende Guido Stebner. „Dazu arbeiten wir mit akademischen Institutionen wie der RWTH Aachen oder der Montanuniversität in Leoben, Behörden wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie anderen, weltweit aktiven Glasherstellern intensiv zusammen.“

Dabei hilft die Nähe zu den Produktionswerken der Forschungsgemeinschaft, wenn es darum geht, die im Labor oder bei der Modellierung am Computer erzielten Ergebnisse in grösserem Massstab umzusetzen. So wurden die Schmelzwannen im Vetropack-Werk in Trezzano sul Naviglio (Italien) am Ende ihrer Lebensdauer für den sogenannten „No Soda Trial“ genutzt. Bei dem zehntägigen Versuch wurde der Rohstoffmix so angepasst, dass auf zusätzlichen Einsatz von Soda – einer der Hauptquellen für CO2-Emissionen – verzichtet werden konnte. Die Forscher haben dabei das Aufschmelzverhalten des Gemenges untersucht und die Formbarkeit von Flaschen aus der Soda-freien Schmelze nachgewiesen.

Im Innovationszentrum der Vetropack in Pöchlarn (Österreich) wurde eine industrielle Anlage zur Beschichtung von Formen aufgebaut. Ziel des Projektes „Dry Glass Forming“ ist es, künftig durch die Auswahl geeigneter Beschichtungen das Kleben des Glases an der Formenoberfläche zu verhindern und somit das manuelle oder automatisierte Schmieren der Formen zu vermeiden. Damit liessen sich die auf Mineralölbasis hergestellten Schmiermittel einsparen, was sowohl in ökologischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht vorteilhaft wäre. Erste beschichtete Formen fanden bereits ihren Einsatz in Werken von IPGR-Mitgliedern – mit vielversprechenden Ergebnissen.

Dr. Guido Stebner ist seit dem 1. Januar 2021 Chief Technology Officer (CTO) der Vetropack-Gruppe für den Bereich Engineering und Produktion. Er hat 1991 im Studiengang Metallurgie an der TU Clausthal sein Diplom als Ingenieur erlangt und wurde 1997 an der RWTH Aachen promoviert. Er freut sich auf die Arbeit in seinem neuen Amt. Die 1984 gegründete IPGR hat seit dem Jahr 2016 ihren Sitz in Aachen.

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Über die Vetropack-Gruppe

Die Vetropack-Gruppe ist einer der führenden Hersteller von Glasverpackungen für die Lebensmittel- und Getränke-Industrie in Europa mit rund 4.000 Mitarbeitenden und Nettoerlösen von 899,4 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2022. Vetropack verfügt über modernste Produktionswerke sowie Verkaufs- und Vertriebsbüros in der Schweiz, Österreich, Tschechien, Kroatien, Slowakei, Ukraine, Italien, Republik Moldau und in Rumänien.

Mit unserer Arbeit ermöglichen wir den Genuss von Lebensmitteln und Getränken auf sichere, elegante und verantwortungsvolle Weise. Denn Glas ist eine nachhaltige Verpackungslösung und das perfekte Material für lebensmittelsichere Verpackungen. Mit unserem ganzheitlichen Service-plus Ansatz unterstützen wir Kunden, ihre Wertschöpfungsketten zu optimieren. Dabei setzen wir auf langfristige und enge Beziehungen. Das Streben nach einem minimalen CO2-Fussabdruck entlang der gesamten Lieferkette und das Engagement für Recycling als Schlüssel zur Optimierung des Produktlebenszyklus prägen unser Verständnis für Umweltverantwortung und Wirtschaftlichkeit.