Der starke Partner für Transparenz
16.04.2026: Coca‑Cola Europacific Partners (CCEP) treiben gemeinsam mit Vetropack und dem Start‑up Myneral Labs die digitale Weiterentwicklung des Mehrweg‑Glasflaschenkreislaufs voran: Durch den Einsatz von Data Matrix Codes wird jede Flasche erstmals digital nachverfolgbar. Erfahren Sie, wie diese innovative Technologie die Effizienz steigert, Ressourcen spart und eine präzisere Bestandssteuerung ermöglicht. Ein wegweisendes Pilotprojekt, das die Zukunft des Mehrwegkreislaufs neu definiert.
«Die Kombination aus Material-Know-how und digitalen Lösungen eröffnet neue Möglichkeiten im Mehrwegkreislauf. Mit der Serialisierung schaffen wir die Basis für langfristige und zukunftsfähige Optimierungen.»
Bisher basierten Umlaufzahlen und Verlustannahmen für die Mehrweg-Glasflaschen aus dem CCEP-Werk in Bad Neuenahr wie vielerorts auf Erfahrungswerten und Modellen. Um die Bewegungen der Flaschen im Nutzungskreislauf noch besser zu verstehen, war für Maika Seidler, Senior Manager Digital Innovation & Experimentation und ihr Team klar: Modelle müssen echten Daten weichen. Ein Ansatz, den Vetropack bereits an Rezon-Flaschen mithilfe von Data Matrix Codes erfolgreich erprobt hatte. Die gewonnene Expertise und das bestehende System hat Vetropack für das gemeinsame Pilotprojekt mit CCEP nun konsequent weiterentwickelt.
Vetropack beliefert Apollinaris bereits seit 2006 und mittlerweile in ganz Europa. Nun wurde die 0,75l-Flasche des Mineralwassers so neugestaltet, dass an ihrem Flaschenhals problemlos direkt am heissen Ende der Produktion in Kremsmünster individuelle Data Matrix Codes appliziert werden können. Diese Codes werden später in der Abfülllinie in Neuenahr von Kamerasystemen des Start-ups Myneral Labs ausgelesen und enthüllen so die „digitale Historie“ jeder Flasche – also Daten über Umläufe, Ausschleusungen und Qualität. „Im Grunde verbinden wir zwei Welten miteinander – die der physischen Flasche, und die der Daten“, so Seidler. „Das war eine technische Herausforderung“, erklärt Michael Waltl, Technical Customer Service Manager bei Vetropack Austria. „Denn eine solche Serialisierung mit Data Matrix Codes hat es in der Glasindustrie noch nicht gegeben.“
Doch der Einsatz aller beteiligten Projektteams hat sich gelohnt: Jede Flasche, die in Bad Neuenahr über die Linie von CCEP geht, ist nun vollständig digital nachverfolgbar. Echtzeitdaten schaffen Transparenz und ersetzen bisherige Hochrechnungen. Für Coca-Cola bedeutet das vor allem eines: eine deutlich präzisere Steuerung der Bestände und eine Planung, die sich konsequent am tatsächlichen Bedarf orientiert: „Wir haben Flaschen wirklich da, wo wir sie brauchen, zum richtigen Zeitpunkt – noch präziser, noch genauer. Das hilft uns, Ressourcen gezielter einzusetzen und Prozesse effizienter zu gestalten“, fasst Maika Seidler zusammen. So soll dem Pilotprojekt bald auch ein zweiter Standort folgen, sodass ein ganzer Flaschenpool digital nachverfolgbar wird.
Für Erich Jaquemar, Key Account Manager bei Vetropack Austria, untermauert das gemeinsame Projekt einmal mehr das Potenzial der Data Matrix Code-Technologie: „Die Kombination aus Material-Know-how und digitalen Lösungen eröffnet neue Möglichkeiten im Mehrwegkreislauf. Mit der Serialisierung schaffen wir die Basis für langfristige und zukunftsfähige Optimierungen.“
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Weitere Informationen zum Projekt
Das Pilotprojekt setzt neue Massstäbe für Transparenz und Effizienz im Mehrwegkreislauf und macht das Konsortium zum Vorreiter der digitalen Transformation in der Glasverpackungsindustrie. Die entwickelte Lösung wurde bereits beim österreichischen Staatspreis eingereicht; weitere Einreichungen bei renommierten Innovationspreisen werden derzeit geprüft, um die Innovationskraft des Projekts international sichtbar zu machen und den Austausch mit anderen Branchenakteuren zu fördern.



