Berechnend nachhaltig
01/2023: Nachhaltig wirtschaften, den Carbon Footprint verbessern – das gehört heute zu den wichtigsten Zielen von Verpackungsherstellern und ihren Kunden. Die Vetropack-Gruppe bietet hierfür Ökobilanzberechnungen, die den gesamten Lebenszyklus einer Glasverpackung abbilden. Dabei geht es bei weitem nicht nur um Glas.
Glasverpackungen gehören zu den umweltfreundlichsten Verpackungen überhaupt. Dennoch strebt Vetropack danach, den Einfluss der Glasproduktion auf die Umwelt kontinuierlich zu minimieren. Wir verfolgen einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der sich auf zwei Initiativen stützt: bei allen Geschäftsaktivitäten den ökologischen Fussabdruck verringern und das Recycling in der Wertschöpfungskette immer weiter verbessern. Deswegen setzen wir auf ressourcenschonende Produktion und optimieren sämtliche Parameter, die sich auf die Energiebilanz auswirken. Ein wichtiges Instrument dafür sind Ökobilanzberechnungen.
Die Ökobilanzierung ist eine Methode, mit der sich sämtliche Umweltauswirkungen über den Lebensweg einer Verpackung ermitteln lassen. Das heisst: Über sämtliche Produktions- und Transportschritte, Abfüllung und Nutzung bis hin zum Recycling werden alle Ressourcenentnahmen und Emissionen in aussagekräftige Umweltkennzahlen zusammengefasst. Mithilfe von Lebenszyklusanalysen kann ein Verpackungshersteller wie Vetropack herausfinden, an welchen Stellen er am besten ansetzt, um die Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren.
Die gesamte Wertschöpfungskette im Blick
«Seit ein paar Jahren nutzen wir ein Tool, das von einer Plattform von FEVE entwickelt wurde», kommentiert Elisabeth Haimberger, Kommunikationsspezialistin von Vetropack Austria. Mit diesem Instrument ist es möglich, die gesamte Wertschöpfungskette der Flasche in den Blick zu nehmen. «Das ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Ökobilanzberechnungen, wo Einzelanalysen mit unterschiedlichen Parametern zusammengeführt werden», erläutert Haimberger weiter. Indem Vetropack die eigenen Daten mit denen der Kunden kombiniert, erhält das Unternehmen ein stimmiges Gesamtbild über den Carbon Footprint der Verpackung und bietet dem Kunden glasklare Transparenz.
Zu den Daten, die in die Berechnung einfliessen, zählen beispielsweise der Energieverbrauch der für das Produkt spezifischen Wanne. «Wir können auch die Daten von Etikettenund Verschlussherstellern einbeziehen. Rezyklatanteil, Gewicht und Transportwege der einzelnen Verpackungskomponenten kommen genauso in die Berechnung wie die Abfülldaten der Hersteller selbst», erklärt Haimberger. Den grössten Aufwand bei einer solchen Analyse verursacht die Datenbeschaffung. Haimberger und ihre Kollegen aktualisieren das Tool regelmässig mit den neuesten Echtdaten aus den eigenen Werken. Lebenszyklusanalysen lassen sich jederzeit durchführen. «Sinnvoll ist eine solche Analyse zum Beispiel dann, wenn wir für den Kunden ein neues Modell entwickeln sollen oder er auf einen anderen Behälter umsteigen möchte», sagt Erich Jaquemar, Strategischer Kundenbetreuer bei Vetropack in Österreich. «Dann können wir den Ansatz von der Wiege bis zur Wiege mit wechselnden Parametern durchspielen, verschiedene Szenarien miteinander vergleichen und die umweltfreundlichste Lösung empfehlen.»
Beispiel Vöslauer
Vetropack bietet Ökobilanzierungen allen Kunden an – und dieses Angebot wird nicht nur sehr geschätzt, sondern auch immer häufiger angenommen. Ein Beispiel ist der österreichische Mineralwasserproduzent Vöslauer. Vetropack kombinierte hier die Daten zu den eingesetzten Primär- und Sekundärmaterialien, anfallenden Transportverpackungen, Energieeinsatz für die Herstellung sowie Transportdistanzen mit den Informationen zu den eingesetzten Verschlüssen, Papieretiketten und Kisten, den Energieverbräuchen aus der Abfüllung sowie den Emissionen von Transportverpackungen und -distanzen. Aus der Mehrwegverwendung sowie der hohen Glasrecyclingquote in Österreich ergibt sich ein Bonus, der hier gegengerechnet wird.
Das Ergebnis: Eine 0,5-Liter-Vöslauer-Glasmehrwegflasche verursacht pro Füllung rund 25 Gramm CO2. Insgesamt 12,7 Gramm sind der Produktion der Glasflasche bei Vetropack zuzuordnen – dieser Wert beinhaltet Transportwege und -verpackungen. 19,7 Gramm fallen schliesslich noch auf Seiten des Abfüllers beziehungsweise durch zusätzlich benötigte Verpackungsmaterialien wie Kisten, Verschlüsse oder Papieretiketten an. Der Bonus aus dem End-of-Life der Flasche beläuft sich noch auf 7,2 Gramm, die von der Gesamtsumme in Abzug gebracht werden können.
Branchenweite Vorreiterrolle
Lebenszyklusanalysen wie diese helfen uns dabei, in Sachen umweltfreundlicher Produktion branchenweit führend zu operieren. «Dieses Ziel erreichen wir, indem wir unsere Produktionsprozesse kontinuierlich verbessern», sagt Jaquemar. «Dabei haben wir nicht nur den Energieverbrauch bei Herstellung und Transport im Blick. Auch den Materialeinsatz zu verringern, ist wichtig, wenn wir den Carbon Footprint reduzieren.»
«Mit Echovai hat Vetropack die weltweit erste Mehrwegflasche aus Leichtglas auf den Markt gebracht – eine echte Innovation im Zeichen von Nachhaltigkeit.»
Mehr lesen

