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23.03.2001

Markante Ergebnisverbesserung der Gruppe - Konzentration der Schweizer Produktion in St-Prex

Die Vetropack-Gruppe schliesst das vergangene Geschäftsjahr mit einer markanten Ergebnisverbesserung ab. Bei einem konsolidierten Umsatz von CHF 414.0 Mio. (Vorjahr CHF 392.6 Mio.) erwirtschaftete der international tätige Produzent von Glasverpackungen und Spezialist für „Glas nach Mass“ einen Gewinn von CHF 15.6 Mio. (Vorjahr 4.7 Mio.) sowie einen Cash-flow von CHF 60.7 Mio. (Vorjahr CHF 47.3 Mio.). Positiv entwickelt haben sich die Auslandgesellschaften, während das Ergebnis der Schweizer Gesellschaft erneut aufgrund des anhaltenden Preisdrucks aus dem Ausland negativ ausfiel. Um die seit Jahren unbefriedigende Situation rasch und nachhaltig zu verbessern, plant Vetropack die Schweizer Produktion im Werk St-Prex (VD) zu konzentrieren und die Glashütte Bülach (ZH) per Ende Februar 2002 stillzulegen. Von der Massnahme sind 180 Mitarbeitende betroffen. Vetropack rechnet mit gegen 150 Entlassungen im Zeitpunkt der Werkschliessung. Ein Sozialplan ist in Ausarbeitung; mit den Sozialpartnern wurden bereits Gespräche aufgenommen. Mit den geplanten Massnahmen schafft Vetropack die Voraussetzungen dafür, seine erfolgreiche internationale Expansionsstrategie fortführen zu können. Im Rahmen der neuen Produktionsstruktur wird die Vetropack-Gruppe in der Schweiz 350 Mitarbeitende beschäftigen, davon 150 in Bülach.

Die Vetropack AG (Schweiz) konnte den mengenmässigen Absatz um 12,0% auf 724,1 Millionen Stück und den Umsatz von 105,9 Millionen Franken im Vorjahr um 3,5% auf 109,5 Millionen Franken steigern. Trotz Mehrverkäufen, Produktivitätssteigerungen und Vollauslastung gelang es jedoch nicht, das Ergebnis zu verbessern und die Verlustzone zu verlassen. Der Preisdruck aus dem Ausland zwang Vetropack zur Weitergabe realisierter Einsparungen an die Kunden. Diese seit Jahren ungenügende Ertragslage soll nun mit der Konzentration der Produktion auf St-Prex und der Schliessung des Bülacher Werks nachhaltig und rasch verbessert werden. Von der geplanten Stilllegung des Werks Bülach sind 180 Angestellte betroffen. Durch interne Versetzungen, vorzeitige Pensionierungen und Fluktuation ist bei Schliessung des Werks Ende Februar 2002 mit gegen 150 Entlassungen zu rechnen. Vetropack will den geplanten Stellenabbau sozialverträglich gestalten und hat mit Arbeitnehmervertretern, Gewerkschaften und Behörden das Gespräch aufgenommen. Ein Sozialplan ist in Ausarbeitung.

Konzentration und Ausbau der Produktion in St-Prex
Die Produktion im Werk St-Prex und in den übrigen Werken der Gruppe wird ausgebaut. Für die Konzentration der Schweizer Produktion in St-Prex spricht die Nähe zum grössten Weinbaugebiet der Schweiz. Dank erweiterter Kapazitäten im heimischen St-Prex sowie in den Werken in Österreich, Tschechien und Kroatien kann Vetropack die Schweizer Kunden auch künftig optimal und kostengünstig versorgen. Um den schweizerischen Markt weiterhin effizient bearbeiten zu können, verbleiben die operativen Funktionen Verkauf/Marketing, Logistik sowie Produkttechnik in Bülach.

Erfreuliches Resultat der Vetropack-Gruppe
Die Vetropack-Gruppe hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2000 trotz negativem Beitrag der Schweiz ein weiteres Mal verbessert. So konnte die kroatische Vetropack Straža erstmals seit der Übernahme durch die Vetropack-Gruppe 1996 schwarze Zahlen ausweisen. Mit einem konsolidierten Gewinn von CHF 15,6 Mio. (Vorjahr: CHF 4,7 Mio.) konnte die Vetropack-Gruppe ihre Ertragslage weiter festigen.

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich um 5,5 % auf CHF 414,0 Mio. (Vorjahr: CHF 392,6 Mio.), was einer währungsbereinigten Steigerung von 7,0 % entspricht. Der Cash-flow erhöhte sich um 28,2 % auf CHF 60,7 Mio. (Vorjahr: CHF 47,3 Mio.) und überstieg damit die Investitionen in der Gesamthöhe von CHF 29,6 Mio. deutlich. Der Exportanteil der Gruppe lag mit 35,2 % leicht über Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis vor Zinsen (EBIT) erhöhte sich auf CHF 25,8 Mio. Franken (Vorjahr: CHF 16,6 Mio.), die EBIT-Marge auf 6,2 % (Vorjahr: 4,2%). Per Ende 2000 beschäftigte Vetropack 2460 Mitarbeitende.

Vetropack Holding AG
Die Vetropack Holding AG, die direkt oder indirekt die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften hält, schliesst mit einen gegenüber Vorjahr unveränderten Reingewinn von CHF 7,1 Mio. ab. Der Verwaltungsrat stellt der Generalversammlung den Antrag, eine Dividende in Höhe des Vorjahres von 20% auszuschütten.





 
 
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